Wir sind durch die sehr weiten Weiten Patagoniens weiter in den Sueden gezogen, raus aus der Metropole Buenos Aires ins verschlafene Puerto Madryn.
Von hier aus haben wir eine Tagestour auf die Halbinsel Valdez unternommen. Im Minibus ging's frueh morgens bei Regen und garstigem Wetter raus ans Meer. Unser Guide hat uns sehr viel Spannendes ueber das Leben der Tiere und Menschen in der Region erzaehlt. Die gesamte Halbinsel ist ein Naturschutzgebiet, das einzige Doerfchen, Puerto Pyramides mit 500 Seelen, lebt einzig und allein vom Tourismus. Von dort aus haben wir ein Tourischiff geentert und sind in See gestochen, um die groesste Gruppe von Southern Right Walen mit ihren Babies zu beobachten. Nur wenige hundert Meter von der Kueste entfernt kamen dann einige neugierige Muetter mit ihren Kaelbern so nahe an unser Boot, dass wir sie fast beruehren konnten. Wale sind sehr friedfertige und neugierige Tiere und natuerlich riiiiesengross.
Nach einer kurzen Mittagspause ging's einmal quer ueber die Insel zum noerdlichsten Punkt, wo eine Kolonie von See-Elefanten auf uns wartete. Naja, sie liegen einfach den ganzen Tag rum. Nicht gerade die aufregendsten Tiere, aber sehr suess. Unser letzter Stopp galt den Pinguinen, die auf der Insel bruehten. Ein Pinguinpaar bleibt das ganze Leben lang zusammen (wie Schneges) und es kehrt jedes Jahr zum Bruehten zum selben Nest zurueck. Sie ziehen ihr Junges im Team auf. Hut ab!
Donnerstag, 4. November 2010
Montag, 1. November 2010
Tango
Am Samstagabend waren wir im (fuer Tangokenner) legendaeren Café Tortoni in einer Tangoshow. Ein tolles Erlebnis: 4 Tanzpaare, 5 professionelle Musiker und ein sehr guter Saenger haben uns fast 2 Stunden lang verzaubert! Man kann den Tango aber auch mitten auf der Strasse erleben. Zwar als Touristenattraktion gedacht, aber dennoch immer wunderschoen anzuschauen. Seht selbst..
Samstag, 30. Oktober 2010
Mi Buenos Aires Querido
Nach einer 18-stuendigen Fahrt im Luxusbus inkl. den neusten Ami-Blockbustern (russische Raubkopien:-)), Nachtessen, Fruehstueck und einem Cuepli vor dem Schlafengehen fuer laeppische 80 CHF sind wir in Buenos Aires angekommen...
Wir haben ein kleines Zimmer in einem wunderbaren Hostel im alten Tangoviertel San Telmo bezogen. Die Stadt versprueht den Charme und Glanz vergangener Tage, und waeren da nicht die schicke Shoppingmeile und das Geschaeftsviertel, man koennte denken, man lebt in den 1920er Jahren. Es gibt unzaehlige kleine Parillarestaurants, Kuenstlerateliers, Antiquitaetengeschaefte und Cafes - kurzum - ein Mekka fuer alle Freunde des guten Essens und des Klimbims. Andererseits gibt es 16 (!)-spurige Avenidas, riesige Palaeste und Hochhaeuser wie in New York. Die Museen und Kunstgallerien sind meist gratis, deswegen verwenden wir den Grossteil unseres Budgets fuers Leibeswohl. Bife de Chorizo fuer 8.50 CHF und ein Liter Bier fuer 4 CHF, ein Traum.
Wie man vielleicht auch in der Schweiz mitbekommen hat, ist Nestor Kirchner, der Ex-President Argentiniens, kuerzlich verstorben. Er war einer der beliebtesten Presidenten hier. Seine Frau Cristina Kirchner ist die jetztige Presidentin. Die Leute lieben sie. Es gilt eine 3-taegige Staatstrauer. Die Strassen waren voll mit tausenden von Menschen, die am Trauerzug teilnahmen und Stunden dafuer anstanden, persoenlich zu kondolieren. Die Stimmung war sehr speziell. Kinder malten Plakate und die Leute hielten Landesfahnen hoch. Ueberall waren Danksagungen zu sehen. Von der Beziehung der Schweizer zur politischen Elite kennt man das ja eher nicht.
Wir haben ein kleines Zimmer in einem wunderbaren Hostel im alten Tangoviertel San Telmo bezogen. Die Stadt versprueht den Charme und Glanz vergangener Tage, und waeren da nicht die schicke Shoppingmeile und das Geschaeftsviertel, man koennte denken, man lebt in den 1920er Jahren. Es gibt unzaehlige kleine Parillarestaurants, Kuenstlerateliers, Antiquitaetengeschaefte und Cafes - kurzum - ein Mekka fuer alle Freunde des guten Essens und des Klimbims. Andererseits gibt es 16 (!)-spurige Avenidas, riesige Palaeste und Hochhaeuser wie in New York. Die Museen und Kunstgallerien sind meist gratis, deswegen verwenden wir den Grossteil unseres Budgets fuers Leibeswohl. Bife de Chorizo fuer 8.50 CHF und ein Liter Bier fuer 4 CHF, ein Traum.
Wie man vielleicht auch in der Schweiz mitbekommen hat, ist Nestor Kirchner, der Ex-President Argentiniens, kuerzlich verstorben. Er war einer der beliebtesten Presidenten hier. Seine Frau Cristina Kirchner ist die jetztige Presidentin. Die Leute lieben sie. Es gilt eine 3-taegige Staatstrauer. Die Strassen waren voll mit tausenden von Menschen, die am Trauerzug teilnahmen und Stunden dafuer anstanden, persoenlich zu kondolieren. Die Stimmung war sehr speziell. Kinder malten Plakate und die Leute hielten Landesfahnen hoch. Ueberall waren Danksagungen zu sehen. Von der Beziehung der Schweizer zur politischen Elite kennt man das ja eher nicht.
Dienstag, 26. Oktober 2010
Las Cataratas de Iguazu - Wasserfaelle
Fuer diesen Post halten wir uns kurz mit dem Text und lassen vor allem die Bilder sprechen. Die riesigen Wasserfaelle von Iguazu (dies bedeutet in Guarany soviel wie "Grosse Wasser" - ist wohl etwas untertrieben) sind einfach spektakulaer. Der Parana-Fluss bildet die Grenze zwischen Brasilien und Argentinien, so kann man die Faelle auch von beiden Seiten anschauen, wobei man in Argentinien viel mehr unternehmen kann. Die Faelle liegen im Nationalpark, so dass rund um das Wasser viele Tiere leben (einige davon wie die Nasenbaeren gedeihen wundervoll durch die begeisterten Touris, die sie fuettern). Wir haben Schildkroeten, Eidechsen, Leguanarten, Geier, Riesenameisen, viele Schmetterlinge, Voegel und eben Nasenbaeren gesehen. Michie wurde von einer Riesenraupe angegriffen, es juckt immer noch!
Sonntag, 24. Oktober 2010
Foz do Iguacu - Ciudad del Este
Unser letzter Halt in Brasilien ist Foz do Iguacu, ein kleines Grenznest im Dreilaendereck Brasilien, Paraguay, Argentinien. Die Attraktionen hier (und davon gibt es einige) sind jedoch alle eher aus der Sparte "Superlative", zudem liegen sie alle nahe beieinander.
Ciudad del Este - Paraguay
Nimmt man den Stadtbus nach Ciudad del Este faehrt man kurz mal schnell ueber die Grenze nach Paraguay (Kontrollen gibt es im Bus keine) und landet im Drittwelt-Einkaufsparadies: Laut Edson kaufen jedes Wochenende tausende Brasilianer hier Elektrogeraete, Kleider und alles Erdenkliche, weil hier alles viel guenstiger zu haben ist als in den Nachbarlaendern. Man merkt einen gewaltigen Unterschied zu Brasilien. Es wimmelt nur so fliegenden Haendlern, alles ist dreckig und der Feinstaubgrenzwert wird empfindlich ueberschritten.
Itaipu Staudamm
Wir haben diesen riesigen Staudamm (nach Cheng Chung in China der groesste) mit der Spezialtour besucht. Zur grossen Freude unseres Portemonnais vergass der Typ an der Kasse, das wir noch nicht bezahlt haben und hat uns durchgewunken! Das hiess abends Churrasco-Grillbuffet a discretion, juhuuu!
Der Staudamm ist wirklich immens: Es sind 24 Turbinen welche mit jeweils soviel Wasser angetrieben wie durchschnittlich die Iguacu-Faelle runterfliessen (siehe unten wieviel das ist). Der Damm produziert 100% des Strombedarfs von Paraguay (6.5 mio Einwohner) und etwa 19% von Brasilien (185 mio Einwohner). Natuerlich wurden die Turbinen von der damaligen BBC hergestellt ;-)
Der ganze Damm wurde in Partnerschaft von Brasilien und Paraguay gemacht. ALLES ist Binacional (fifty-fifty).
Freitag, 22. Oktober 2010
Joinville
Auf unserem Weg nach Iguacu haben wir einen kleinen Zwischenstopp bei Edson, einem Freund von Michie, eingelegt. Die beiden haben sich 2004 in Neuseeland beim Englischlernen kennengelernt. Hier im Sueden von Brasilien gibt es viele europaeischstaemmige Einwanderer, eine der groessten Gruppen sind die Deutschen. So gibt es beispielsweise in Joinville Biergaerten mit Eisenbahnbier und deutscher Hausmannskost. In einem Ort namens Blumenau, nicht weit von hier, gibt es sogar ein Oktoberfest, das groesste neben dem Original in Muenchen. Es scheint, dass die Leute hier recht stolz auf ihre europaeischen Wurzeln sind. Eine weitere Besonderheit in Joinville ist die Bolschoi Balletschule, die einzige ausserhalb Russlands. Sie vergibt Stipendien an etwa 400 junge Ballettaenzer aus ganz Brasilien aus. Die Ausbildung beginnen die meisten mit ca. 9 Jahren. Sie dauert insgesamt 8 Jahre, mit 4 Stunden Tanztraining taeglich und Schule am Nachmittag - also nichts fuer Undisziplinierte!
Wir waren am Abend mit Edsons Freunden von der Arbeit etwas trinken. Wir haben das ganze Tagesbudget fuer ein paar Bierchen und Essen ausgegeben. Die Gesellschaft war schon eher snobbig und bestand ausschliesslich aus weissen Brasilianern. Nach unserer Favela-Tour in Rio kam uns das alles etwas dekadent vor.
Abonnieren
Posts (Atom)