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Samstag, 18. Juni 2011

Phnom Penh

Die Hauptstadt Kambodschas beherrbergt etwa 2 Millionen Menschen und ist das wirtschaftliche und politische Zentrum des Landes. Die meisten Leute sind immer noch sehr arm und die Korruption ist nach wie vor praesent. Dies fuehrt dazu, dass der Ort Drehscheibe fuer so ziemlich alles Kaeufliche ist, was es zu kaufen gibt. Sprich ALLEM. Unsere Erfahrungen sind dominiert von Strassenkindern, Maerkten, total verruecktem Verkehr, grosser Hitze und natuerlich von der omnipraesenten Tuk-Tuk Gilde, welche es einem manchmal ziemlich schwer machen, stressfrei herum zu gehen. Es gibt aber auch das schoene Phnom Penh mit begruenten Aleen, Shopping Center, Monumenten und natuerlich dem Royal Palace. Wir machen einen grossen Spaziergang und schauen uns die verschiedenen Sehenswuerdigkeiten an. Beeindruckend war der grosse Markt im Jungendstil, der erst gerade kuerzlich mit franzoesischen Geldern etwas aufgefrischt wurde. Taucht man in den russian market ein, so zeigen sich einem Bilder, die z.B. dem Schweizer Gesundheitsamt die Haare zu Berge stehen liessen, aber was solls. Welcome to Phnom Penh!

The capitol of Cambodia is home to about 2 million citizens and represents the economical and political centre of the country. Most of the people are still very poor und the corruption is still everywhere. This leads to the situation in which Phnom Penh is the hub for all sorts of trade. Everything that money buys can be obtained in this city, meaning EVERYTHING. The impression we got from this place is composed of street kids, markets, insane traffic, hot temperatures and of course the always present Tuk Tuk guild who sometimes makes it rather difficult to have a stress free walk on the street. But there is also the pretty Phnom Penh with its green avenues, shopping centres, monuments and of course the royal palace. We take a big walk and check out all the sights. Pretty impressing was the big market hall which was built in the art nouveau style and became recently refurbished using French money. If one dunks into the Russian market, one can see how food is handled in Southeast Asia, which would put European health authorities to high alert, but - who cares. Welcome to Phnom Penh!




Hauptbahnhof, ausser Betrieb - Main station, out of order













Khmer Rouge

Von 1975 bis 1979 regierte das Khmer Rouge Regime in der Demokratie Kampuchea. Ziel des Regimes unter Premier Pol Pot war es, einen absolut selbstversorgenen, kommunistischen Agrarstaat frei von fremden Einfluessen zu formen. Zu diesem Zweck wurde die gesamte Stadtbevoelkerung in laendliche Regionen des Landes deportiert und gezwungen, auf den Feldern harte koerperliche Arbeit zu verrichten. Das gesamte Land wurde in ein gigantisches Arbeits- und Gefangenenlager verwandelt. Fast alle Intellektuelle, Aerzte, Kuenstler, Lehrer und ehemalige Beamte wurden gefangen genommen und getoetet, da sie nicht dem Idealtyp des einfachen Bauerns entsprachen und eine Gefahr darstellten. Geld wurde abgeschafft, Buecher verbrannt, Banken, Schulen und Krankenhaeuser geschlossen. Saemtliche Einwohner trugen identische Kleidung und Haarschnitte, jede Form von Unterhaltung ausser der revolutionaeren Lehre war verboten. Jeder Schritt und jede Aeusserung wurden ueberwacht. In der Hauptstadt Phnom Penh wurde eine Schule in das Tuol Sleng (S-21) Gefaengnis umgewandelt, wo insgesamt ca. 20'000 Maenner, Frauen und Kinder inhaftiert und auf grausame Weise gefoltert wurden. Anschliessend wurden die Gefangenen auf dem Killing Field von Choeung Ek getoetet und in Massengraebern verscharrt. Man geht davon aus, dass waehrend der knapp 4 Jahre der Khmer Rouge Aera insgesamt ca. 2 Millionen Menschen starben, viele davon durch Ueberarbeitung, Unterernaehrung und mangels medizinischer Versorgung. Tuol Sleng (S-21) und auch Choeung Ek wurden zu Museen umgewandelt, um die schrecklichen Geschehnisse zu dokumentieren und fuer eine breite Oeffentlichkeit zugaenglich zu machen. Die Knochen, Schaedel und Kleider der Toten wurden nach den Ausgrabungen von  1980 in einer Stupa aufgebahrt. Durch Verwitterungsprozesse kommen aber noch heute sterbliche Ueberreste der Gefangenen zum Vorschein.

From 1975 till 1979 the Khmer Rouge regime, headed by Pol Pot reigned over Democratic Kampuchea. The regimes goal was establish a completely autonomous communist agrarian state which was liberated of any foreign influence. To achieve this mission, the complete urban population was deported to rural areas and forced to do hard physical labor in the agrarian production. The whole country was turned into a gigantic labor- and prisoner camp. Almost every intellectual, doctor, artist, teacher and former civil servant was captured and killed, as they wouldn't fit to the new model of citizen and were seen as a thread to the new regime. Money was abolished, books burned, banks, schools and hospitals were closed. Everyone was wearing the same outfit and hairstyle, any form of entertainment other than the revolutionary teachings was prohibited. Every step and every word was controlled. In the capital of Phnom Penh a school was transformed into the Tuol Sleng (S-21) interrogation prison, were 20'000 men, women and children were captured and brutally tortured. Later on the prisoners were murdered on the Killing Field of Choeung Ek and disposed in mass graves. Scientists estimate that approx. 2 million people were killed during the 4 years of the Khmer Rouge rule, many from excessive labor, malnutrition and the lack of medicinal treatment. Today Tuol Sleng (S-21) and Choung Ek are museums which are documenting the horrors and give the public access to them. After the excavation of the massgraves in 1980, the bones, skulls and clothes of the dead are displayed in a memorial stupa. Due to alteration of the ground remains continue to appear even until today.













Sihanoukville

Sihanoukville ist bekannt fuer seine Straende, und viele Einheimische wie auch Touristen tummeln sich hier in der Hochsaison. Leider ist nun eben Regenzeit und wir fanden ein etwas trauriges, verregnetes Staedtchen vor. Der Ort selbst, fanden wir, hat nicht viel zu bieten und einen Sauberkeitswettbewerb wird er auch nicht gewinnen. Wir treffen viele ausgewanderte Iren, Englaender und Deutsche und es scheint als haetten sie in dem Ort etwas gefunden, was sie zu Hause nicht kriegen konnten. Vielleicht ist es das stressfreie Leben, das Meer oder vielleicht einfach nur die huebschen Maedchen, die sich abends in Bars wie dem "Plastic Paddies Irish Pub" treffen.
Was wir hingegen sehr schaetzten, war ein Restaurant eines Schweizer Ehepaars, in welchem wir eine heimische Roeschti genossen, sogar mit original Aromat aus der Schweiz. Was fuer eine Wohltat nach wochenlanger Diaet aus "Kind of noodle Similar Sausage Beef" oder "Steamed F".

Sihanoukville is famous for its beaches and many local as well as tourists gather here during high season for their holiday. However, it is rainy season now and what we experienced was a rather sad and depressing town. We thought that this place hasn't got much to offer and it would certainly not win a cleanliness competition. We meet many emigrated Irish, English and German "dudes" who seem to have found something they could't get at home. Maybe it's the stress free living, the nice beaches or maybe it's just the good looking girls who meet up every evening at bars like the "Plastic Paddies Irish Pub".
What we really appreciated though was a restaurant runned by a Swiss couple in which we could enjoy a proper swiss dish, "Roeschti" even with original "Aromat". What a good treat after being on a diet for weeks on "Kind of noodle Similar Sausage Beef" or "Steamed F".




Samstag, 11. Juni 2011

Battambang

Der stuermische Empfang, den uns die leicht verzweifelt anmutenden Tuktuk-Fahrer in diesem kleinen Ort drei Busstunden suedlich von Siem Reap bereiten, laesst uns schnell ins naechstbeste nicht-empfohlene Guesthouse fluechten. Zudem zeigt sich die Regenzeit heute ebenfalls von ihrer stuermischen Seite, so dass wir es nicht eilig haben, das neu eroberte Zimmer zu verlassen. Am naechsten Tag gibt's dann aber das ganze Programm mit dem Besten, was Battambang touristisch zu bieten hat (der Ort an sich ist nicht gerade eine Kulturhauptstadt, auch nicht zur Hauptsaison). Zuerst geniessen wir einen Morgenkaffee mit Thom, unserem Fahrer fuer heute, in einem kleinen Strassenkaffee, wo uns all seine Freunde, ebenfalls Fahrer, das Leid der Kundenlosigkeit jetzt in der absoluten Low-Season klagen. Dann geht's auf zur - zumindest unter Backpackern - beruehmtesten Attraktion hier: dem Bambootrain. Auf uralten Gleisen (einspurig) einer laengst vergessenen Bahnlinie brausen wir auf einer Bambusholzkonstruktion auf zwei Stahlrollen, die von einem einfachen Dieselmotor angetrieben wird, zu einem kleinen Dorf, bestehend aus ein paar Huetten und einer Ziegelbrennerei. Der Bambuszug oder "norry" wird von den Einheimischen auch schon mal zur Befoerderung von Reissaecken benutzt und ist das ideale Transportmittel, da einfach, schnell und guenstig. Wenn zwei Zuege kreuzen muessen, wird derjenige, der die geringere Last befoerdert, kurz vom Gleis gehoben und weiter vorn wieder draufgesetzt und weiter geht's. Wir besuchen ausserdem Kambodscha's erstes und einziges Weingut - naja, einen Versuch war's wert. Unser letzter Halt gilt einem indisch angehauchtem Tempel auf einem Huegel, neben dem sich eine Hoehle befindet. Dort sind Knochen von Opfern aufgebahrt, die waehrend des Khmer Rouge Regimes zum Huegel gefuehrt und dort umgebracht wurden. Das traurige Erbe dieser blutigen Zeit ist im ganzen Land noch sehr praesent.

The rapturous welcome the slightly desperate tuktuk drivers gave us in this town three bushours south of Siem Reap left us fleeing to the next best non-recommended guesthouse we found. Other then that the rainy season showed us its stormy side too, so we could wait to leave our newly concered room. The next day we went on a tour to see the best of Battambang (the town itself is not really draw for culture vultures) . First we enjoyed our morning coffee in a small local cafe with Thom, our driver for the day where all his friends (mostly drivers themselves) were moaning over the lack of customers now in the absolute low-season. Next we went to the most well known attraction (at least among backpackers): the bamboo train. On ancient railtracks (only oneway) we slided on a bamboo construction on two rolls which is powered by a simple diesel engine. We stopped at a small village with a few huts and a brickfactory. The "norry" is also used by the locals to transport bags of rice and is the ideal means of transport for it is easy, fast and cheap. If two trains need to cross, the one with the smaller load is lifted off the track and put back a bit further down the line. Apart from riding this thing, we visit Cambodia's first and last winery - well, we gave it a try. Our last stop was at a temple with an Indian touch perched on a hilltop. Nearby lies a cave where the Khmer Rouge used to bring people and kill them. Their bones and skulls are displayed at a little shrine. The sad legacy of this bloody aera is still vividly present in the whole country.








 





 

Freitag, 10. Juni 2011

Die Tempel von Angkor - The temples of Angkor

Wir sind bei einem weiteren Hoehepunkt unserer Weltreise angekommen! Wir besuchen die Tempelruinen von Angkor, darunter die einzigartige "Mutter aller Tempel": Angkor Wat. Einst als Tempel des Koenigs und Mittelpunkt des Angkor-Reiches erbaut, gilt die Ruine von Angkor Wat als groesstes religioeses Gebaeude der Welt. Die kunstvollen Reliefe an allen vier Gallerien zeigen Szenen des damaligen Lebensalltags sowie tanzende Asparas, goettliche Nymphen. Jede von den 3000 Asparas in Angkor Wat ist einzigartig, so findet man 37 verschiedene Frisuren unter den Nymphen. Aber Angkor Wat ist nur eine der zahlreichen Ruinen in der einstigen Stadt, die im 12. Jahrhundert erbaut wurde. Am Hoehepunkt des Khmer-Reiches wohnten im Gebiet rund um Angkor Wat 1 Million Menschen. Im Vergleich dazu war London zur selben Zeit mit 50'000 Einwohnern ein bescheidenes Oertchen. Zu den eindruecklichsten Ruinen zaehlt fuer uns nach 3 Tagen Tempelhopping der Prasat Bayon mit seinen ueber 200 riesigen, aus Stein gemeisselten Gesichtern (alle dem Anlitz des Koenigs Jayavarman nachempfunden). Der mit Baumwurzeln durchzogene Ta Phrom ist einer unserer Favoriten (und der Lieblingstempel unseres Tuktuk-Fahrers Piron) wegen seiner Dschungelathmosphere. Hier wanderte Angelina Jolie als Lara Croft durch die Ruinen. Noch mehr Abenteuerstimmung kommt aber in Beng Mealea auf, einer Tempelruine 50 km oestlich von Angkor. Der Tempel hat einen aehnlichen Grundriss wie Angkor Wat, ist aber mehrheitlich vom Dschungel ueberwachsen, so man sich vorkommt wie einer der ersten Entdecker hier. Zwischen den verwitterten Steinbloecken rumzukrackseln gefiel uns so gut, dass Boris' Hose mittendrin den Geist aufgegeben hat und zwischen den Beinen riss. Wenigstens war so fuer die Luftzirkulation gesorgt!

We reached another highlight of our world trip! We visit the temple ruins of Angkor, among them the famous "mother of all temples": Angkor Wat. Built as the temple of the king and center of the Angkorian empire, the ruin of Angkor Wat is the world's biggest religious building. The skillfully carved reliefs in all of the four galleries show scenes of the everyday life at the building time and dancing Asparas, heavenly nimphs. Every one of the 3000 nymphs is unique and one can find 37 different hairstyles among them. But Angkor Wat is just one of the many ruins in the former city of Angkor which was built during the 12. century. At the peak of the Khmer empire there were 1 million people living here. Compared to this number London was just a small village with its 50'000 or so inhabitants. After 3 days of templehopping among the most impressive ruins for us Prasat Bayon with more than 200 giant stonefaces (all resembling that of king Jayavarman). With its jungle atmosphere due to huge treeroots overgrowing the ruins, Ta Phrom is one of our favorites (and the favorite of our tuktuk driver Piron). Angelina Jolie alias Lara Croft strolled through the ruins here. Even more adventurous is Beng Mealea, situated 50 km east of Angkor. The temple's layout resembles the one of Angkor Wat but is heavily overgrown by the jungle, so you feel like one of the first discoverers here. We liked climbing among the weathered stone quadres so much that Boris' pants capitulated and ripped through the middle. At least the airflow was garanteed now!