Mittwoch, 22. Dezember 2010

Im Dschungel - Serere Nacional Reserve

Ein paar Häuser weiter von unserem Hotel in La Paz fanden wir das Büro von Madidi Travel. Diese Agentur und besonders deren Inhaberin, Rosa Maria Ruiz (Mitgründerin des Madidi Nationalparks), hat sich ganz dem ökologischen und nachhaltigen Tourismus verschrieben. Sie bieten Touren in Serere im Dschungel Boliviens an, in einem privaten Gebiet mit 4 Seen und einer riesen Vielfalt von Tieren und Pflanzen. Serere befindet sich etwa 3 Stunden flussabwärts mit dem Motorboot von Rurrenabaque, dem Ausgangspunkt vieler (auch nicht wirklich umweltfreundlicher) Touren in den Dschungel und die Pampas.
Wir kamen ziemlich zerstört in Rurre an: 16 Stunden im ältesten Bus und der schlechtesten Strasse unseres gesamten Trips zusammen mit einem schlechten Burger vom Vortag hinterliessen so ihre Spuren. Wir wurden umso herzlicher von Rosa Maria und ihrem Spinnenäffchen, das sie grosszieht, im Büro von Madidi Travel empfangen. Nach einer Dusche und einem schönen Frühstück sah die Welt wieder viel besser aus (später mussten wir allerdings feststellen, dass wir tatsächlich Salmonellen aufgelesen hatten, hört sich aber schlimmer an, als es ist). Dann ging's auch schon los auf den Rio Beni, wo man schon Schildkröten beim Sonnenbaden beobachten kann. Im Camp angekommen gaben uns Hitze und die Moskitos einen tosenden Empfang, von dem wir uns erst mal einen Augenblick in unserer privaten Cabin mitten im Urwald erholen mussten. Am späteren Nachmittag, nachdem die grösste Hitze überstanden war, machten wir uns auf in die Casa Grande, dem Haupthaus am See, wo wir die gesamte Küchencrew trafen. Freddie, der Cocinero, machte sich auch gleich daran, uns einen Tee gegen unsere Bauchbeschwerden zuzubereiten. Mit unserem Guide Choco machten wir dann eine kleine Kanutour, auf der uns viele Vögel und einige Caimane begegneten, begleitet vom unheimlichen Gehäul der Brüllaffen, die um diese Zeit stets ihr abendliches Konzert geben. Nach einem vorzüglichen Dinner ging's dann zurück ins Häusschen. Choco hatte uns freundlicherweise zuvor auf die braune Riesentarantel hingewiesen, die auf der Palme am Wegrand ihr Lager aufgeschlagen hat - man ist nie allein im Dschungel! :-)
Die nächsten 4 Tagen wanderten wir täglich durch den dichten Urwald, bestaunten riesige Bibosi-Bäume mit Lianen, farbenfrohe Pflanzen und Riesenschmetterlinge. Immer wieder entdeckte Choco im dichten Gewucher oder am See ein Tier, dann hiess es gaaanz leise ranpirschen und staunen. Hier eine Auswahl der Tiere, die wir beobachten konnten: Affen (viele verschiedene), Caimane, Schildkröten, Ameisenbär, Riesenameisen, Papageien, Sererevögel (die Namensgeber des Reservats), Coati (eine Art Nasenbär), Faultier, Capibara (eine Art Riesenratte mit Hufen), Dschungelschweine und Fledermäuse. Ein besonderes Highlight entdeckten wir, als wir zufällig innehielten, nachdem wir Einheimische auf dem Weg getroffen hatten: Boris fiel eine komische grüne Banane auf, die nicht zum Rest des Baumes passte, an der sie hing. Bei genaurer Betrachtung stellten wir fest, dass es sich um eine GRÚNE MAMBA handelte, die da vom Baum bambelte! WOW! Schnell ein Foto und dann weg.
Wir verbrachten eine wunderbare Zeit in Serere, neben der fantastischen Tier- und Pflanzenwelt werden uns die superfreundlichen Leute in Erinnerung bleiben, die alles für unser Wohl taten. Und auf der Rückfahrt nach Rurre konnten wir uns ein kleines Bisschen bei der Tierwelt revanchieren: wir entdeckten am Ufer des Beni ein Faultier, dass den Fluss überquert hatte, aber nicht mehr das steile Ufer hochkam. Choco half dem armen Kerl hoch und er rettete sich "schnell" (für Faultierverhältnisse) auf das nächste Bäumchen.
Wir werden den Dschungel vermissen!


A few blocks down the road from our Hotel in La Paz we found the Madidi Travel Agency. This organization and especially its head Rosamaria Ruiz dedicate their work to a sustainable and eccological form of tourism. They offer tours in the Serere Park which is a 3 hours down the river from Rurrenabaque.
We arrived quite nackered in Rurre after 16 hours of hell. The bus was crap and we allready picked up some bug the day before. The road was fully made of dirt and as narrow as possible. The path went along the Yunga area which is full of steep but green mountains. We were shit scared when two vehicles met on the way since on one side there was only the canion. However, half dead we arrived in the Madidi Travel office were we were offered a shower andcould realx before we went on the boat. It turned out later the bug we had was the salmonella. In the jungle we were welcomed by Choco, he would be our guide for the following days. Since the humidity probably was close to 100% and the heat and the moscitos were giving us a very hard time we had to relax in our 360 degree view lodge. Choco took us out on the boat lateron to observe the birds and crocs on the lake where we also enjoyed the sound of the howler monkeys.
The following we were touring through the jungle and approached the animals. Not only animals but also the flora is tremendous. We have seen huge Bibosi trees, lianes, colourfull flowers and huge butterflies. It is really difficult to spot the aniimals though but we were able to see some, here is a list of what we've wondered at: Various types of monkeuys, Caimans, Turtles, Anteater, Monster-Antz, Parrots, Serere-Birds (after whom the Park is named), Coati (some type of anteater), the Sloth, Capibara (Giant rat whith hooves), Jungle Pigs, Tarantulas and Bats. A special highlight however was a "thing" Boris observed on tree just after we have met some indigenous people on the pathway. It seemed to be a banana but turned out to be the GREEN MAMBA. What an experience. Quickly took picture and buggered off.
We spent a wonderfull time in the Serere not only due to nature but also due to the wonderfull staff that took care of us during the stay, so many thanks to them at this stage. On our way back on the river Beni to Rurrenabaque we could even give something back to one animal that needed our help. A sloth was stuck in the sand when wanting to climb up the island on the river. Choco grabbed it on the back and probably saved his life. The sloth seemed to be happy again :-) After all this we really gonna miss the jungle a lot. Despite the moscitos and the harsh conditions it was such a rewarding experience.
























Paperblog

Dienstag, 14. Dezember 2010

La Paz

Unser freundlicher Taxista, der uns an den ultramodernen Busbahnhof von Postosi fuhr, hat uns geraten, die Busstation in La Paz nicht vor Sonnenaufgang zu verlassen (Gefahr!). Das hiess für uns, noch etwa eine Stunde im Cafe an der Station bis 6 Uhr totzuschlagen. Danach ging's ab ins Hotelzimmer (das erste seit Beginn unserer Reise mit Fernseher und eigenem Bad) - was für ein Luxus! :-)

La Paz ist eine spezielle Hauptstadt, nicht zu letzt weil sie auf 3650 m liegt. Ueberall gehen Tradition und Moderne fliessend ineinander über, so sieht man Frauen in wogenden farbigen Röcken und Baby am Rücken im ultramodernen Botschaftsviertel mit Hochhäusern. Es erwarteten uns viele Besonderheiten:
Es gibt jede Menge Märkte, der kurioseste davon ist sicher der Hexenmarkt, wo man Kräuter, prekolumbianische Statuen und getrocknete Lamaföten (als Glücksbringer) kaufen kann. Im Cocamuseum haben wir die Geschichte der wichtigsten Pflanze Boliviens kennengelernt und im Selbstversuch die Wirkung des Cocablätter-Kauens ausprobiert: ausser einer tauben Backe und einer etwas besseren Luftzufuhr konnten wir aber keine Wirkung verzeichnen. Die Plaza Murillo ist das Heim von mindestens 1000 Strassentauben, die hier so gut gedeihen weil es jede Menge Händler gibt, die Futter für die Vögelchen verkaufen. Im Museum für zeitgenössische Kunst in einem schönen Kolonialhaus mit spannenden Gemälden und Skulpturen bolivianischer und internationaler Künstler trafen wir den Inhaber, ein echter Kunstliebhaber, der extra nach Bali gereist war, um zwei mannsgrosse Holzschnitzereien zu kaufen, an denen 30 Leute 3 Jahre lang gearbeitet haben!

Unser nächstes Ziel ist Coroico, ein kleines Dorf in den Yungas, bekannt für seine schöne Lage und den Anbau von Bananen, Orangen und Kaffee. Danach gehts zu einem weiteren Highlight unserer Reise. Wir werden eine 5 tägige Tour in den Dschungel Boliviens machen in das Serere Reservat, ein privates Gebiet gleich neben dem Madidi Nationalpark, das sich sehr für Artenschutz, die native Bevölkerung und nachhaltigen Tourismus einsetzt. Wir sind gespannt und freuen uns riesig! Indiana Jones, wir kommen!


Our friendly taxidriver who drove us to the supermodern busstation of Potosi told us not to leave the station in La Paz before sunrise *dangerous*. So we were stuck for an hour or so in a cafe in the station before checking in to the first hotelroom with TV and ensuite bath of our whole trip! What a luxury! :-) 
La Paz is a special capital, not only because its the highest in the world (3650 m). Tradition and modernity melt at every corner, you see woman in colourful big dresses and a baby on their back in front of the skyscrapers of posh embassies. A lot of curiosities expected us: One of the many markets is the witchmarket where you can buy herbs, precolumbian statues and driet lama fetuses (good luck charms). In the coca museum we learned about the history of this most important leave of Bolivia and tried chewing it ourselves with little effect except for a numb cheek and better breathing. The Plaza Murillo is the home of about 1000 pidgeons that feel so comfy there because there are loads of feedsellers all around. In the museum of contemporary art in a beautiful colonial building we gazed at many interessting paintings and sculptures from Bolivian and international artists. We also met the owner of the museum who told us about two huge Indonesian statues he went to buy in Bali on which 30 people worked during 3 years!

Our next heading is Coroico, a small village in the Yungas that is famous for its beautiful setting and the growing of bananas, oranges and coffee. After that we will have another highlight of our trip. We will spend 5 days in the Bolivian jungle in the Serere Reserve, a private land next to the Madidi Nationalpark which engages a lot in perserving biodiversity, the native people and sustainable tourism. We are very looking forward. Indiana Jones we are coming!




Es gibt hier Kaffee für läppische 60 Rappen, nur leider ist er nicht immer geniessbar..:-(.
There is coffee for as little as .60 Francs, but unfortunately it's not always drinkable..:-(.








FÜR MICHAEL RÖLLIN: 
Dies ist ein Bild aus einem Museum in La Paz. Es zeigt ein altes Foto aufgenommen zu Beginn des 20. Jahrhunderts (das genaue Datum konnten wir leider nicht herausfinden). Jedenfalls führte Saurer schon zu dieser Zeit ein Transportunternehmen in La Paz, der Hauptstadt von Bolivien, das Güter und Personen transportierte. Von FBW diesmal leider keine Spur..

Freitag, 10. Dezember 2010

Potosí

Nach einer ziemlich holprigen Fahrt im Bus sind wir in Potosi angekommen. Die erste Bleibe war wortwoertlich ein "Griff id Schiissi". Das ganze Hotel roch nach Kloake und das Zimmer nach Lack. Haben am naechsten Tag schnurstracks ausgecked und uns eine neue Bleibe gesucht.
Potosi ist gepraegt von alten Kolonialbauten. Das Staedtchen hatte ihre Bluetezeit im 17 Jahrhundert als die Spanier pures Silber aus den Minen holten. Die Stadt war damals groesser als London oder Paris. Es wird auch heute noch in den Minen gearbeitet denn es hat immer noch Mieralien wie Blei, Zinn, Silber oder Pyrit. Wir haben die Mine im Innern besucht und mussten leider festestellen, dass sich bezueglich den Arbeitsbedingungen seit jeher nichts geaendert hat. Kinder wie Erwachsene arbeiten im staendigen Staub bis zu 500m unter der Erde ohne jeglichen Sicherheitsmassnahmen. Es gibt keine Rettungsstollen, kein Licht, keine Gelaender, nichts. Die gruenen und roten minralien welche man ab und zu antrifft enthalten das gifitge Arsen. Es wird teils bis zu 24h am Stueck in kleinen Kooperationen von 5-10 Mann gearbeitet. Wir haben den Mineuren Kokablaetter, Zigaretten, Getraenke und vorallem Dynamit mitgebracht. Es wird alles gesprengt. Das Koka und der Bolivianische Whisky (Ethanol 96%) raubt den Arbeitern den Hunger und die Muedigkeit. Die Mineure im Berg glauben an den Gott "Tio" auch als Diablo oder Satan bekannt. Der Teufelsgott wurde von den Spaniern eingefuehrt um die damaligen Indios einzuschuechtern. Der Glaube exisitiert immer noch da die Leute glauben, dass Gott nicht bis in die Minen eindringen kann. Opfergaben an Tio beeinhalten Zigaretten, Kokablaetter, Alkohol und jaehrlich ein Lama.


After a pretty shacking trip from Uyuni to Potosi we arrived in the middle of the night. We ckecked in a Hotel in which we shouldn't have had. The whole building was smelling like the toilett and the rooms surprised us with a intense smell of lacquer. We immediately checked out again the next day and found something better.
Potosi is famous for it's colonial style building from the 17th century when it had it's highlife. The spanish were mining pure silver from the mountain next bye and Potosi was bigger than London or Paris at that time. Thousands of miners still work in the mines because there's still minerals left like led, silver, pyrit and tin. We also visited the mines and had to realize that working conditions haven't changed much since the last 300 years. Children from 10 years of age as adult men are working down to 500m in constant dust without any measures of savety. There are no emergency exits, no lights, no bars to hold on, nothing and every now and then you pass by a green yellow mineral which is arsenic. People work in small cooperation from 5-10 miners in up to 24h shifts.We brought cigarettes, coca leaves, beverages and especially dynamite as a gift for them. Every hole is blown up. The coca and the bolivian whisky (96% of ethanol) gets the hunger and the fatigue. The miners believe in a god called "Tio" also known as Diablo or Satan. The devels godness was introduced by the spanish to scare the indios at the time. The believe still exists because the people think that god is not able to penetrate the mountains. Sacrifical offering contains coca leafes, cigarettes, alcohol and the annual lama.

Dienstag, 7. Dezember 2010

Salar de Uyuni (Bolivia)

Um nach Bolivien zu reisen nutzten wir eine unglaubliche, spektakuläre Route: Auf einer 3-tägigen Tour  mit dem 4x4 Jeep von San Pedro de Atacama nach Uyuni besuchten durchquerten wir ein geschütztes Gebiet mit einem grossen Reichtum an Mineralien (Salze, Erze, Schwefel, etc.), die Berge und Seen in kleine Farbwunder verwandeln. Nach einem Bad in einem natürlichen Thermalpool übernachteten wir auf einer Höhe von 4900 m (!) und bekamen alle ein bisschen die Höhenkrankheit zu spüren (Kopfschmerzen, Schwindel, Úbelkeit). Weiter ging es mit Lagunen voller Flamingos und einem rauchenden Vulkan. Die zweite Nacht verbrachten wir in einem Salzhotel, komplett aus Salz gebaut. Am letzten Tag durchquerten wir den Salar de Uyuni, den grössten Salzsee der Welt und kletterten auf eine Felsinsel voller jahrhunderte alter Kakteen. Wir wurden begleitet von unserem charmanten bolivianischen Fahrer Edgar (a.k.a. "mi amor"), Isabelle aus Belgien, Jacqui und Jen aus Australien und Mihye aus Südkorea. Eine super Erfahrung!

To cross into Bolivia we've chosen a spectacular route from San Pedro de Atacama to Uyuni: A 3-day tour with a 4x4 Jeep. We've travelled along a protected area which was rich in minerals (salts, ore, Sulfur etc.),  that transformed the mountains and lagunas into a colorful highlight. After having a bath in a hot spring we've spent the night at over 4900m above sea level which resulted in painful head ache, dizziness and sickness. Nevertheless we moved on and enjoyed the lagoones packed with flamingos and a smoking vulcano. We stayed in a "salt hotel" the second night. It was built fully out of salt. On the last day we crossed the salar de uyuni which is supposed to be the biggest salt flat on earth and climed up a rock island full of hundred years old cactuses (?). We were accompanioned by Edgar, a bolivian gentlemen known as "mi amor" who drove us all day long. Further we had Isabelle from Belgium, Jacqui & Jen from Oz and Mihye from South Korea in the group. A overwhelming experience!

























Samstag, 4. Dezember 2010

San Pedro de Atacama

24 Stunden (am Stück) nördlich von Santiago, an der Grenze zu Bolivien, liegt das Touristenörtchen San Pedro de Atacama. Am Rande der Wüste gelegen, ist es der Ausgangspunkt zu Ausflügen in eine eigenartige Landschaft geprägt von Wüste, Salzstein, Mineralien und Geysiren. Obwohl die Temperatur hier nicht viel mehr als 24 Grad erreicht, gilt diese Wüste als eine trockensten der Welt. Nachts fällt das Thermometer oft auf 0 Grad.

24 hours (non stop) north of Santiago near the Bolivian Border lies the touristtrap of San Pedro de Atacama. Settled at the edge of the desert it is the perfect starting point for excursions to the bizarre landscape of sanddunes, saltrocks, minerals and geysirs. Altough usually temperature's not rising higher than 24 degrees this desert is one of the driest in the world. In the night though it falls to 0 degrees.

Valle de la luna
Wir machten eine Tour ins Valle de la luna (Mondtal), das seinen Namen wegen seiner kuriosen Steinformationen in der Wüste trägt, die an eine Mondlandschaft erinnern. Das Tal wird umrahmt von meterhohen Felswänden und am Horizont schimmern die bolivianischen Berge. Ein Vulkan steht wie zufällig davor..

Valle de la luna
We went on a tour to the Valle de la luna (moon valley) which is called so because of its bizarre stone formations in the desert that remind of the landscape on the moon. The valley is framed by high cliffs and on the horizon you can see the Bolivian mountain range. A vulcano's accidentally placed in front of it.














Sternenhimmel
Der Himmel über der Atacamawüste eignet sich wegen ihrer vielen klaren Nächte und der geringen Lichtverschmutzung sehr gut, um Sterne zu beobachten. Dies tut der französische Astronome Alain seit 30 Jahren. Er bietet nächtliche Führungen in seinem Garten mit 9 grossen Teleskopen an. Mit einem Laserpointer haben er und seine Frau uns den chilenischen Sternenhimmel erklärt. Wir haben viel über Sterne, Planeten und Galaxien gelernt und sogar Boris' Sternzeichen am Himmel entdeckt. Das Foto unten wurde übrigens mit unserer Kamera aufgenommen mit einer Belichtungszeit von 30 Sekunden. Wir koennen nicht genau sagen, was man sieht, sicher ist die Milchstrasse drauf! :-)

Stargazing
The sky above the Atacama desert is one of the best to do stargazing because of the mostly clear nights and the low level of light pollution. French astronomer Alain is observing the sky since 30 years. He offers nightly tours in his garden where there are 9 big telescopes ready to use. He and his wife explained us the sky with their laserpointers. We learned a lot about stars, planets and galaxies. We even discovered Boris' starsign altough by now it is clear to us that the stars billions of light years away have little to do with our daily life. By the way the picture below was taken with our (new) camera with an exposure time of 30 seconds. We can't really tell what you can see on it, but there's the milky way for sure! :-)

Alles nur geklaut!

Unsere Reise hat bisher unsere Erwartungen oft uebertroffen. Aber wir haben auch damit gerechnet, dass uns mal was Unangenehmes passieren wird. In Santiago zum Beispiel hatte Michie mit ca. 30 Flohbissen zu kaempfen..:-(. Dass uns jedoch der Alptraum jedes Reisenden widerfahren wird, hätten wir nicht gedacht. Das Ganze liegt jetzt schon über eine Woche zurück und wir haben es einigermassen verdaut, aber unsere Nerven vertragen nach wie vor keine grosse Aufregung. Trotzdem möchten euch berichten, was passiert ist:

Wir haben gelesen, dass man im Norden von Chile das Observatorium der ESO (European Southern Hemisphere Observatory) besichtigen kann, das über 4 riesige Teleskope verfügt. Unser Plan war, danach in die Atacamawüste zu fahren und von dort nach Bolivien weiterzuziehen. Wir haben die Besuchsbewilligung bekommen und sind hochgefahren (19 Stunden im Bus). In Antofagasta, der nächst gelegenen Stadt, sind wir in einem runtergekommenen (also günstigen) Hotel abgestiegen und haben das Mietauto für den nächsten Tag organisiert. Weil wir den Gästen im Hotel und dem Schloss unserer Zimmertür gegenüber etwas skeptisch waren, nahmen wir alles Wichtige (Pässe, Bargeld, Kamera inkl. Objektiven, Natels, etc.) mit ins Restaurante "Don Pollo". Als wir satt und zufrieden nach dem Essen in unsere Stühle sanken, sah Boris zum Rucksack neben seinem Stuhl. Leider sah er nichts als den schmutzigen Fussboden, denn der Rucksack war weg! Wir stürzten auf die Strasse und eine Frau sagte, sie habe einen Kerl rausrennen sehen mit einem blauen Rucksack. Wir rannten die Strasse rauf, sahen aber rein nichts und kamen völlig geschockt zum Restaurant zurück. Der Besitzer, ein netter junger Chilene, hatte schon einen Freund bei der Polizei angerufen, der auch sofort kam. Später sind wir zum Polizeiposten, um einen Rapport aufzunehmen. Noch immer konnten wir nicht glauben, dass dies alles wirklich passiert war. Einziger Trost neben dem Fakt, dass uns physisch nichts passierte, war dass alle Bankkarten von Boris und eine von Michie noch da waren, und glücklicherweise hatten wir die Speicherkarte mit den Fotos im Hosensack. Die Polizei gab uns zu verstehen, dass die Chancen, unsere Sachen wiederzubekommen, miserabel stehen. Um neue Pässe und Touristenkarten (ohne die kann man Chile nicht verlassen) zu bekommen, mussten wir zurück nach Santiago, zur Schweizer Botschaft und zur Internationalen Polizei.
Nach abermals 19 Stunden im Bus mit Tausenden wenn's/ hätte/ würde im Kopf und einem nervenaufreibenden minifernseher-"hörendem" Sitznachbar waren wir zurück in Santiago. Leider war Sonntag, so dass wir den ganzen Tag Zeit hatten, mit unserem Karma zu hadern. Am Montagmorgen dann schnurstracks zur Botschaft und ein sehr netter Botschaftsangestellter, Chilene, hörte unsere Horrorstory in einfachem Französisch. Glücklicherweise kann die Botschaft einen temporären Pass (1 Jahr gültig) innerhalb einer halben Stunde ausstellen. Das einzige, was es dazu braucht, ist eine Genehmigung der Heimatgemeinde aus der Schweiz. Wir beantragten sowohl temporäre als auch definitive Pässe, da wir auf unserer Reise in vielen Ländern einen Pass benötigen, der 6 Monate über das Ausreisedatum hinaus gilt. Als wir am Dienstag wiederkamen, konnte Boris seinen temporären Pass machen lassen, dank der umgehenden Antwort der Gemeinde Wollerau. In Michie's Fall war's etwas komplizierter, da nicht die Gemeinde Rotkreuz Pässe ausstellt, sondern das Passbüro in Zug. Ausserdem hatte sie als Adresse 6343 Rotkreuz und nicht 6343 Holzhäusern angegeben, was die lieben Beamten zuhause vollends verwirrte. Erstaunlich, dass man in einer halben Stunde in Chile einen neuen Schweizer Pass bekommen kann, es in Rotkreuz/Zug aber 2 volle Tage braucht, um zu bestätigen, dass Rotkreuz und Holzhäusern die selbe Postleitzahl haben, da sie zur GLEICHEN Gemeinde gehören! Danke für die Erfindung der Doppelnamen für Gemeinden, danke Risch-Rotkreuz!
Am Mittwoch hatten wir beide wieder einen Pass. Am 12.1. können wir unsere definitiven Pässe und einen neuen (internationalen) Führerschein abholen. Jetzt noch die Touristenkarte. Bei der Polizei in Santiago werden alle Touristenkarten der Personen, die in Chile einreisen, abgelegt. Nicht im Computer, sondern physisch in einer Box. Jetzt galt es für die Beamten, unsere Karten vom 19. November 2010 zu finden, damit sie uns ein Duplikat ausstellen konnten. Nach 3 Stunden war es soweit: wir hielten neue Karten in den Händen und waren bereit, unsere Reise fortzusetzen.  Natürlich nicht, ohne eine neue Kamera zu kaufen, denn: The blog must go on!